10-jährige Staatsanleihen: 5-Jahres-Vergleich
Die Renditen europäischer Staatsanleihen sind auf ein attraktives Einstiegsniveau gestiegen. Deutsche 10-jährige Staatsanleihen rentieren oberhalb 3 %, dem höchsten Stand seit 2011.
Die folgende Tabelle vergleicht die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen über einen Zeitraum von exakt fünf Jahren. Im Mai 2021 befand sich Europa noch im Negativzins- und Niedrigzinsumfeld der Post-Corona-Phase. Fünf Jahre später dominieren der Irankonflikt, steigende Energiepreise und die Erwartung von EZB-Zinserhöhungen das Marktgeschehen.
Renditevergleich: Mai 2021 vs. Mai 2026
Quellen: Mai 2021: OECD/FRED Monatsdurchschnitte (15.05.2021 = Samstag, Handelstag: 14.05.2021). Mai 2026: Trading Economics, CNBC (Stand 15.05.2026).
Vom Negativzins zum 3 %-Niveau
Im Mai 2021 rentierte die 10-jährige Bundesanleihe bei −0,13 %. Anleger zahlten also dafür, dem deutschen Staat Geld zu leihen — ein historischer Ausnahmezustand, ermöglicht durch die Anleihekaufprogramme der EZB (PEPP/APP) und den Leitzins von 0,0 %. Fünf Jahre später handeln dieselben Papiere oberhalb von 3 %, dem höchsten Stand seit 2011.
Implikationen für Anleihe-Investoren
Der Renditesprung eröffnet attraktive Einstiegsniveaus, die es seit über einem Jahrzehnt nicht gab. Gleichzeitig bedeuten steigende Renditen zunächst Kursrückgänge für bestehende Bestände mit langer Duration.
In allen drei Strategien unserer Vermögensverwaltung haben wir den Renditeanstieg im März 2026 für Aufstockungen von Anleihefonds mit längerer Duration genutzt.
Stamm Finanz Basics-Anleihen:
Die Grundlagen zum Zusammenhang von Zinsen und Anleihekursen finden Sie unter https://stammfinanz.de/anleihen.
